HNO-Tumorerkrankungen

In der Kopf- und Halsregion können gut- und bösartige Tumore entstehen, die im Rahmen der mittwochs stattfindenden Tumorkonferenz mit Experten der Onkologie, Strahlenmedizin, Radiologie, Pathologie sowie der in der Klinik tätigen HNO-Chirurgen besprochen werden.

Die Symptome können Stimmstörungen (Heiserkeit), Schluckstörungen, Schmerzen und Missempfindungen, Nervenlähmungen im Bereich des Gesichts, der Mundhöhle oder des Rachens, Empfindungsstörungen und Schmerzen, Lymphknotenvergrößerungen am Hals oder unklare Gewebeknoten und Schwellungen sein. Daneben gibt es eine Reihe von seltenen und weniger spezifischen Symptomen, die im Einzelfall abgeklärt werden müssen.

Basis einer Tumordiagnostik ist die klinische Untersuchung durch Dr. med. Woltersdorf & Coll. Bei dieser sogenannten Endoskopie (Spiegelung) können die Schleimhäute von Nase, Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf mittels kleinster Endoskope inspiziert werden. Die Untersuchungen dauern nur wenige Minuten und sind durch den Patienten gut zu tolerieren.

Folgende Tumorerkrankungen können im HNO-Bereich auftreten

  • Nasenrachen-Karzinom
  • Mundrachen-Karzinome
  • Kehlkopftumor
  • Halslymphknoten (Neck dissection)

Nasenrachen-Karzinom

Das Nasenrachenkarzinom wird auch als Nasopharynxkarzinom bezeichnet. Symptome für ein Nasenrachenkarzinom können eine behinderte Nasenatmung, Nasenbluten oder auch Ohrenschmerzen und bleibende Paukenergüsse sein. Zur Behandlung von Nasenrachenkarzinomen wird häufig eine kombinierte Radio-Chemo-Therapie (Bestrahlung und Medikamente) eingesetzt, da dieser Tumor sehr gut auf Bestrahlung anspricht.

Mundrachen-Karzinom

Zungenkarzinom

Mundrachenkarzinome werden auch als Oropharynxkarzinome bezeichnet. Gehen sie von den Gaumenmandeln aus, so spricht man auch von Tonsillenkrebs bzw. Tonsillenkarzinom. Liegt das Karzinom im Zungengrund, so spricht man von einem Zungengrundkarzinom (siehe Abbildung).

Als Rachenkrebs (Pharynxkarzinom) wird jeder bösartiger Tumor im Rachenraum bezeichnet. Der Rachen liegt hinter der Mundhöhle. Er wird unterteilt in Nasenrachen (Epipharynx/Nasopharynx), Mundrachen (Oropharynx) und den tiefen Rachen (Hypopharynx) bzw. Schlund.

Oropharynxkarzinome werden in der Regel operativ behandeln. Auch die Entfernung der Halslymphknoten ist meistens notwendig, da der Tumor sehr häufig in die Halslymphknoten streut. Individuell ist hiernach zu entscheiden, ob auch eine zusätzliche Bestrahlung oder Chemotherapie notwendig ist.

Halslymphknoten (Neck dissection)

Krebserkrankungen des Rachens neigen zur Absiedlung von Tumorzellen (Metastasierung). Hierbei werden über die Lymphbahnen Karzinomzellen verschleppt und lagern sich in anderen Organen ab. In der Regel sind hier als erstes die Lymphknoten des Halses betroffen. Aus diesem Grund beinhaltet die operative Behandlung von Mundrachenkarzinomen oft eine Entfernung der Lymphknoten des Halses (sogenannte Neck dissection).