Cochlea-Implantat (CI)

Was ist ein Cochlea-Implantat?

Schon heute hören etwa 30.000 Bundesbürger mit einem Cochlea-Implantat. Es gibt Schwerhörigkeiten, die so stark ausgeprägt sind, dass sie mit einem herkömmlichen Hörgerät nicht mehr versorgt werden können. Sowohl bei Kindern mit einer angeborenen Schwerhörigkeit als auch bei Erwachsenen kann ein Cochlea-Implantat (CI) helfen, hören zu lernen. Das CI ist eine hocheffiziente Innenohrprothese.

Im Rahmen einer Operation wird ein kleiner Elektrodenträger in die Hörschnecke des Innenohrs eingesetzt. Dadurch werden die erkrankten Sinneszellen umgangen, so dass der Hörnerv direkt gereizt wird. Mit der Operation allein ist es aber nicht getan. Nach der Operation beginnt ein längerfristiger Prozess, in dem das Cochlea Implantat in kleinen Schritten an die individuellen Hörsituationen angepasst wird und der Patient lernen kann, damit zu hören.

Die ersten Entwicklungen fanden in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts statt. Das erste CI in Deutschland wurde schon 1984 von Prof. Dr. Dr. Lehnhard (Medizinischen Hochschule Hannover) eingesetzt.

Dr. med. Woltersdorf arbeitete von 2006 bis 2009 an der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie der Medizinischen Hochschule Hannover, die international bekannt ist für das weltweit größte Cochlea-Implantations-Programm zur Versorgung von schwerhörigen und gehörlosen Patienten.

In Sachsen kann das Sächsische Cochlear Implant Centrum – SCIC | www.uniklinikum-dresden.de/… in Dresden auf die größten Erfahrungen mit der Innenohrprothese verweisen. Wir arbeiten eng mit dem SCIC zusammen.

Welchen Beitrag kann die audiologisch-pädaudiologische Spezialpraxis Dr. med. Woltersdorf leisten?

Zunächst muss geklärt werden, ob alle Voraussetzungen für eine Implantation gegeben sind. Dazu sind einige Voruntersuchungen nötig, die wir in der HNO-Praxis von Dr. med. Woltersdorf und seinem Team mit höchster fachlicher Kompetenz durchführen:

  • Bestimmung der Hör- bzw. Reaktionsschwellen
  • Bestimmung des Sprachverständnisses mit und ohne Hörgeräten
  • Impedanzaudiometrie
  • Hirnstammaudiometrie
  • ggf. Untersuchung des Gleichgewichtsystems
  • Untersuchung der Funktionstüchtigkeit des Hörnervs
  • Veranlassung von Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) des Kopfes
  • Erfassung des Sprachentwicklungsstandes bei Kindern sowie der Hör- und Kommunikationskompetenz bei Erwachsenen