Immuntherapie bei Nasenpolypen

Neue Antikörper-Therapie erlöst Patienten mit Nasenpolypen

Jeder Zehnte hat Polypen im Nasenraum. Diese Patienten mit chronischen Atembeschwerden können aufatmen: Seit kurzem wird in der Praxis von Dr. med. Woltersdorf eine Immuntherapie bei Patienten eingesetzt, die an chronischen Nebenhöhlenentzündungen mit Nasenpolypen leiden. Immuntherapie / Antikörpertherapie kennt man vor allem bei der Behandlung von Krebs.

CRSwNP steht für chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen. Die inflammatorischen Prozesse der CRSwNP sind das Resultat eines komplexen Zusammenspiels von Umweltfaktoren (Allergene, Toxine, Pathogene) und individuellen Faktoren (immunologische Dysfunktion, Genetik). Insbesondere die Fehlregulation des Immunsystems bzw. die zugrundeliegende Typ-2-Inflammation spielt bei der Pathogenese der CRSwNP eine entscheidende Rolle.

Die chronische Rhinosinusitis ist definiert als eine mehr als 12 Wochen anhaltenden Entzündung der Nase und der Nasennebenhöhlen mit Nasenpolypen (Geruchsverlust, nasale Obstruktion, Rhinorrhoe, Druckschmerz).

Wie funktioniert eine solche Therapie bei Nasenpolypen?

Antikörper sind Stoffe, die künstlich nachgeahmt werden und sich gegen das Immunsystem selbst richten. Sie sind sehr spezifisch und können so ganz bestimmte Schritte in einer Immunreaktion blockieren, während parallele Prozesse ungestört weiterlaufen. Die Antikörper gehören zur großen Arzneimittel-Gruppe der Biologika. 

Im Rahmen der Immuntherapie binden Antikörper an Rezeptoren von Interleukinen, die Schlüsselmediatoren beim Entzündungsgeschehen sind. Die Abläufe im Immunsystem sind sehr komplex und im Video „Wie entsteht eine Allergie“ vom Helmholtz Zentrum München verständlich dargestellt:

Die Antikörper werden in regelmäßigen Abständen unter die Haut gespritzt. 

Die HNO Klinik in Dresden sucht derzeit Versuchsteilnehmer für eine Immuntherapie bei Patienten, die Nichtraucher sind und an Nasenpolypen leiden. Bei Interesse können sie sich direkt an uns wenden oder an Frau Dr. med. M. Cuevas, die eine entsprechende Studie leitet (www.uniklinikum-dresden.de/…)