Bruxismus

Nächtliches Zähneknirschen – Botox hilft!

Bruxismus ist ein unbewusster, nicht natürlicher Gebrauch des Kauorgans, der tagsüber und vor allem nachts auftritt. Er ist gekennzeichnet durch kraftvolles Zusammenpressen / Knirschen der Zähne durch Kontraktion der Kaumuskulatur.

Ursache des Zähneknirschens

Die genaue Ursache des Zähneknirschens ist nicht bekannt. Genetische Ursachen scheinen beim Zähneknirschen eine Rolle zu spielen. Schlafbruxismus trifft üblicherweise bei sog. Schlaf-Arousal-Reaktionen auf. Bis vor wenigen Jahren ging man davon aus, dass Störungen des Kieferbisses, sog. Okklusionsstörungen, ein wichtiger Auslöser von Bruxismus sind. Heute weisen aktuelle Studien eher auf die Bedeutung eines vom Hirnstamm ausgehenden, selbstständigen Geschehens hin. Man spricht dabei von rhythmischer Kaumuskelaktivität (rhythmic masticatory muscle activity RMMA). Solche RMMA scheinen beim Übergang zwischen den verschiedenen Schlafstadien ausgelöst zu werden und sind mit sogenannten Weckreaktionen (micro arousal) im Schlaf verbunden. 

Viele Ärzte gehen vor allem beim Wachbruxismus von psychovegetativen Einflüssen aus (Zähneknirschen als Ausdruck unbewusster Spannungszustände). 

Risikofaktoren für Zähneknirschen sind u.a. Schlafstörungen, Schlafapnoe-Syndrom, Schnarchen, Müdigkeit, Stress, Angst, aber auch Genussgifte wie Alkohol, Koffein, Rauchen und manche Medikamente.

Behandlung mit Botox

Die Behandlung mit Botox bewirkt eine erhebliche Verminderung der Beisskraft und Abnahme der Muskelgröße. Dadurch verringern sich schon nach wenigen Tagen die Beschwerden und mögliche Schäden können reduziert werden. Des weiteren lässt sich auch eine verminderte Freisetzung schmerzverursachender Substanzen wie z.B. Serotonin und Substanz P nachweisen.

Ablauf der Behandlung von Zahnknirschen mit Botox

Dr. med. Woltersdorf ist ein erfahrener Anwender von Botox. In unserer Praxis werden Bruxismus-Patienten mit langem Leidensweg aus ganz Sachsen behandelt. Die Therapie mit Botox wird grundsätzlich nur in enger Absprache mit dem behandelnden Zahnarzt als Teil des Behandlungskonzepts eingesetzt. Das Medikament wird gezielt in die verspannten Muskeln, v.a. den M. masseter und M. temporalis (siehe Skizze), eingespritzt. Bei fachkundiger Anwendung treten nur selten Nebenwirkungen auf. Botox wird nach 3-6 Monaten vollständig abgebaut. Eine Gewöhnung oder Abhängigkeit gibt es nicht.

Kosten der Behandlung

Man muss mit Kosten zwischen ca. 300 und 500 € pro Behandlung rechnen. Private Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten häufig. Bei gesetzlich versicherten Patienten kann ein Kostenübernahmeantrag gestellt werden.