Zika-Virus-Test

Auf Grund der steigenden Zahlen im internationalen Reiseverkehr mit zunehmenden Reisen in tropische Länder, der Migration, sowie ökologischer und sozialer Faktoren sind Infektionskrankheiten im Rahmen der Reisemedizin von wesentlicher Bedeutung.

„Unvorbereitetes Wegeilen bringt unglückliche Wiederkehr“ meinte bereits Johann Wolfgang von Goethe 1795.

Eine Fachgerechte Beratung auf der Basis des aktuellen Kenntnisstands hinsichtlich prophylaktischer reisemedizinischer Maßnahmen ist das Anliegen von Dr. med. Woltersdorf.

Zika-Virus und Schwangerschaft

Die Vermutung, dass eine Übertragung des Zika-Virus während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind zu Mikrozephalie führen kann, gilt als nahezu sicher.

Historie

Die WHO hat wegen der Zika-Epidemie in Süd- und Mittelamerika den weltweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Auch Staaten außerhalb des Seuchengebietes sind nun aufgefordert, Maßnahmen einzuleiten, um die Ausbreitung des Erregers oder seines Überträgers zu verhindern. Das Virus wurde erstmals 1947 aus einem gefangen gehaltenen Rhesusaffen einer Forschungsstation im Zika Forest in Uganda isoliert und erhielt daher seinen Namen.

Verbreitung und Übertragung

Das natürliche Vorkommen des Zika-Virus liegt im tropischen Afrika. Es wird angenommen, dass das Virus durch eine Stechmücke übertragen wird. Ursprünglich war die Ägyptische Tigermücke wahrscheinlich in Afrika beheimatet und wurde durch den Menschen in andere Erdteile verbreitet. Inzwischen ist sie weltweit in den Tropen und Subtropen beheimatet. Bis 2007 waren weniger als 15 Zika-Virus Infektionen beim Menschen bekannt. Neben der häufigsten Übertragung durch Stechmücken kann das Virus auch durch Blut und sexuellen Kontakt übertragen werden.

Symptome

Die Infektionsverläufe sind zumeist relativ milde, nur eine von fünf infizierten Personen entwickelt Symptome: insbesondere Hautausschlag, Fieber, das sogenannte „Zikafieber“, Gelenkschmerzen, Konjunktivitis sowie seltener Muskel- und Kopfschmerzen und Erbrechen. Die Symptome klingen nach wenigen Tagen, spätestens nach einer Woche ab.

Prävention

Es existiert bislang weder eine Impfung noch existieren Medikamente zur Krankheitsprävention. Eine Schutzimpfung gegen das Zika-Virus ist auch bei intensivierter Forschung in frühestens drei Jahren zu erwarten.

Diagnostik

Die Diagnose einer Zika-Virus-Infektion wird mithilfe von molekularbiologischen Untersuchungsverfahren zum Nachweis von Zika-Virus-RNA und serologischen ELISA- und IIFTbasierten Untersuchungsverfahren zum Nachweis von Immunglobulin-M- und G-Antikörpern gestellt. Molekularbiologische Testverfahren zum direkten Nachweis von Zika-Virus-RNA aus verschiedenen Körperflüssigkeiten mittels PCR können nach dem aktuellen Wissensstand eine Infektion bis ungefähr 10 Tage nach Symptombeginn feststellen. Als Untersuchungsmaterial sind hierfür Blut (2 ml EDTABlut), native Körpersekrete (beispielsweise Urin) oder ein Sekret- oder Gewebe-Abstriche in einem sterilen, trockenen Transportgefäß geeignet.

Für weitere Fragen steht Ihnen Dr. med. Woltersdorf gerne zur Verfügung!