Refluxkrankheit (Laryngitis posterior)

Ursache

Häufig werden Schluckstörungen durch das Aufsteigen von Magensäure zum Kehlkopf (laryngopharyngealer Reflux) hervorgerufen. Dadurch kommt es an der Hinterseite des Kehlkopfes zu einer Schwellung und Rötung (posteriore Laryngitis oder Laryngitis gastrica), die zu einem ständigen Fremdkörpergefühl im Hals führt. Patienten fühlen sich verschleimt, müssen sich oft räuspern, die Stimme kann belegt sein und bei längerem Sprechen versagen, auch Mundgeruch kann auftreten. Die Beschwerden bestehen im Wesentlichen beim Leerschlucken, Essen und Trinken geht normal. Interessanterweise haben viele Patienten dabei keinerlei Magenbeschwerden. Ähnliche Symptome können auch bei chronischen Nasennebenhöhlen-Entzündungen durch den andauernden Schleimfluss auftreten.

Diagnostik

Mithilfe einer Langzeit-Säuremessung im Rachen kann nachgewiesen werden, ob tatsächlich Magensäure bis zum Kehlkopf aufsteigt. Hierfür wird eine feine Sonde durch die Nase hinter das Zäpfchen eingelegt, die dann über 24 Stunden kontinuierlich den pH-Wert aufzeichnet. Dadurch kann nicht nur entschieden werden, ob Reflux überhaupt eine Rolle spielt, sondern es können auch verschiedene Arten von Reflux unterschieden werden. Bei manchen Patienten läuft nämlich die Magensäure v.a. nachts im Liegen in flüssiger Form zum Kehlkopf hinauf, bei anderen steigt sie tagsüber in feinen Tröpfchen gasförmig nach oben. So können dann auch für die Therapie gezieltere Empfehlungen gegeben werden.

Zur Sicherung der Diagnose stehen in der Praxis Dr. med. Woltersdorf & Coll. folgende diagnostische und therapeutische Maßnahmen zur Verfügung:

Therapie

  • Verordnung von Medikamenten (Protonenpumpenhemmer)
  • Beratung zur Anpassung von Lebensgewohnheiten
  • Vermittlung von Schlucktherapie