Transidentität

Gender-Dysphorie / Geschlechts-Identitätsstörung

Transidenten (Trans* / Transgender / Transidentität / Transsexualität) erleben eine Divergenz zwischen ihrem gefühlten und ihrem biologischen Geschlecht. Bei der Diagnose Gender-Dysphorie / Geschlechtsidentitätsstörung werden interdisziplinäre Therapien und Verfahren wie Hormontherapie, Psychotherapie, Stimmtherapie und Chirurgie angewandt. Diese haben das gemeinsame Ziel, mit individuellen Maßnahmen die schrittweise Angleichung (Transition) in die gefühlte Geschlechtsidentität zu begleiten.

Zur Geschlechtsidentität des Menschen tragen verschiedene verbale und nonverbale Merkmale bei:

  • Verbale Merkmale: u.a. verschiedene Grundfrequenzen / unterschiedliche Nutzung der Resonanzräume (u.a. Brust-/ Kopfresonanz) / unterschiedliche Nutzung des Stimmumfangs (Modulation) und der Satzbetonung (Intonation)
  • Nonverbale Merkmale: u.a. Mimik / Gestik / Körperspannung (Tonus) / Haltung / Bewegung / Ausdruck / Erscheinungsbild

Während der Transition erfahren Transidenten häufig eine Diskrepanz zwischen ihrem äußeren Auftreten und ihrer Stimme. Sowohl in der eigenen als auch in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Einordnung der Stimme als weiblich oder männlich treten in der Kommunikation nicht selten Konflikte auf, die zu Problemen in der sozialen Integration führen können.