Transidentität

Gender-Dysphorie / Geschlechts-Identitätsstörung

Transidenten (Trans* / Transgender / Transidentität / Transsexualität) erleben eine Divergenz zwischen ihrem gefühlten und ihrem biologischen Geschlecht. Bei der Diagnose Gender-Dysphorie / Geschlechtsidentitätsstörung werden interdisziplinäre Therapien und Verfahren wie Hormontherapie, Psychotherapie, Stimmtherapie und Phonochirurgie angewandt. Diese haben das gemeinsame Ziel, mit individuellen Maßnahmen die schrittweise Angleichung (Transition) in die gefühlte Geschlechtsidentität zu begleiten.

Stimme und Transgender

Die Stimme spielt als sekundäres Geschlechtsmerkmal eine wichtige Rolle bei Transgendern. Männliche und weibliche Kommunikation unterscheiden sich dabei nicht nur durch die Tonhöhe der Stimme, sondern auch durch Sprachmelodie, Mimik, Gestik und Wortschatz.

Wenn im Rahmen einer Geschlechtsumwandlung vom z.B. Mann zur Frau der Wunsch entsteht, die Stimme zu verändern, stehen dafür verschiedene therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung.

Logopädische Stimmanpassung / Stimmtherapie

Am Anfang steht immer eine logopädische Behandlung, mit der sich die Sprachmelodie, der Wortschatz, die Körperhaltung und auch die Stimmhöhe beeinflussen lassen.

Phonochirurgie / chirurgische Stimmanpassung

Sollte der Erfolg der logopädischen Behandlung nicht ausreichend oder das Sprechen zu anstrengend sein, kommen operative Maßnahmen, wie z.B. eine sogenannte Glottoplastik infrage. Bei dieser Operation werden die frei schwingenden Stimmlippen durch eine spezielle Nahttechnik verkürzt, gegebenenfalls in Kombination mit einer Botox-Injektion. In machen Fällen wird auch die operative Verkleinerung des Adamsapfels gewünscht.

Wir bieten Ihnen gerne eine umfangreiche Beratung sowohl zu nicht-operativen als auch zu operativen Möglichkeiten der Stimmanpassung im Bereich Transgender an.