Pilzinfektion des Gehörganges (Gehörgangsmykose)

Eine Pilzinfektion des Gehörgangs macht sich durch einen ausgeprägten Juckreiz, Völlegefühl und Austritt von Flüssigkeit aus dem Ohr bemerkbar.

Bei nicht fachgerechter bzw. verzögerter Behandlung kann es zu einer Ausdehnung der Infektion aufs Trommelfell und in die Mittelohrräume kommen. Dies kann zu bleibenden Schäden führen.

In der Praxis Dr. med. Woltersdorf & Coll. erfolgt die Untersuchung des Ohres mit Hilfe eines hochauflösenden Ohrmikroskops. Mit dessen Hilfe kann man den weiss-schwarzen Pilzrasen auf einem geröteten Gehörgangsuntergrund erkennen. 

Die Therapie besteht zunächst in der sehr gründlichen Reinigung und Trocknung des Gehörgangs, um den Pilzen die für ihr Wachstum notwendige Feuchtigkeit zu entziehen. Anschließend werden Ohrentropfen oder -salben (z.B. Clotrimazol oder Ciclopirox) verabreicht, welche Substanzen enthalten, die das Wachstum der Pilze hemmen. Zum Erregernachweis erfolgt ein Abstrich aus dem Gehörgang. Die häufigsten Pilzerreger im Gehörgang sind  z.B. Aspergillus fumigatus,  Aspergillus niger und Aspergillus albicans. 

Vorbeugend sollten Patienten einmal jährlich zur Entfernung von Ohrenschmalz ihren HNO-Arzt aufsuchen.

So können riskante Selbstreinigungsversuche des Ohrs verhindert werden.