Phoniatrische Gutachten

Hinweis für Studienbewerber für Lehramts-Studiengänge und Bewerber für den Ausbildungszweig Logopädie:

Lehrer und Logopäden üben typische Sprechberufe aus. Die Stimme wird im Beruf stark belastet. Deshalb muss man sich sicher sein, dass die organischen Voraussetzungen für einen Sprechberuf gegeben sind.

HNO-Arzt oder Phoniater?

In den meisten Fällen wird ein phoniatrisches Gutachten verlangt. Folglich kann dies nur ein Phoniater (Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie) erstellen. Ein Gutachten vom HNO-Arzt wird in manchen Fällen nicht anerkannt, deshalb sollte man direkt zum Spezialisten gehen.

Was ist Bestandteil des phoniatrischen Gutachtens?

Bei der digitalen Stimmanalyse werden folgende Werte und Diagramme erfasst:

  • Leistungsspektrum
  • Grundfrequenz
  • Schallpegel
  • Breitbandspektrogramm
  • Schmalbandspektrogramm
  • Shimmer
  • Jitter

Videostroboskopie

Mit Hilfe eines Lichtstabs (Stroboskop) wird der Hals ausgeleuchtet, um die Funktionsweise des Kehlkopfes zu beurteilen. Rötungen der Stimmlippen, Stimmlippenknötchen, Polypen oder Granulome können erkannt werden. Da alles auf Video aufgezeichnet und im Anschluss ausgewertet wird, dauert diese Untersuchung nur wenige Sekunden. Modernste Stroboskopiesysteme (integrierte Optik, Lichtleiter, Kamerachip und Mikrofon von Xion) mit sehr kleinen Endoskopen verhindern die aus früherer Zeit bekannten Würgeattacken.

Audiologische Untersuchung (Hörtest)

Über Kopfhörer werden dem Bewerber verschiedene Töne in unterschiedlichen Frequenzen vorgegeben. Sobald der Ton gehört wird, wird dies durch Tastendruck signalisiert und von der Audiometrieassistentin in ein Audiogramm eingetragen.

Wieviel Zeit muss man einplanen?

Die gesamte Untersuchung dauert 30 – 40 Minuten. Das Gutachten wird noch in derselben Woche erstellt und zugesandt. Auf Wunsch kann das Gutachten am selben Tag abgeholt werden. Termine für Gutachten können sehr kurzfristig vergeben werden. Wir bitten aber trotzdem um vorherige Terminvereinbarung.