Geruchs-/Geschmackssinn bei Corona-Infektion

Beeinträchtigung des Geruchssinns: ein Symptom für eine Corona-Infektion

Schon bei einer gewöhnlichen Erkältung mit Schnupfen leidet das Geschmacksvermögen. Selbst das Leibgericht schmeckt nicht mehr wie vorher.

Prof. Hendrik Streeck, Leiter des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn, hat diese Phänomen bei Corona-Patienten im Kreis Heinsberg festgestellt. Ca. 70 % der befragten Patienten mit Covid-19 in Heinsberg klagten über teilweisen oder völligen Geruchs- und Geschmacksverlust.

Damit uns Speisen schmecken, arbeiten üblicherweise Geruchs- und Geschmackssinn gleichermaßen zusammen. Nach dem Hör- und Sehsinn sind der Geschmacks- und Geruchsinn die wichtigsten Antennen zur Außenwelt. Das Riechvermögen ist zugleich ein Nah- und ein Fernsinn. Informationen durch Düfte können kilometerweit übermittelt werden. Durch Riechen finden und erkennen Menschen und Tiere ihre Nahrung. Der Geruch warnt vor verdorbenen Speisen oder Bränden. Düfte schmackhafter Nahrung lösen die Speichel- und Magensaftsekretion aus. Gerüche vom Körper, von Exkrementen, Kleidung und Räumen liefern Hygieneinformationen und wecken Erinnerungen an Orte, Begebenheiten und Personen, die man „gut riechen“ oder „nicht riechen“ kann. Gerüche beeinflussen auch das Sexualverhalten und Lust oder Unlustgefühle.

Warum die Covid-19-Patienten ihren Geruchs- und Geschmackssinn verlieren, ist noch unklar. In Heinsberg litten die Betroffenen nur über einen kurzen Zeitraum, nämlich über zwei bis drei Tage, an dem Verlust der Sinneswahrnehmung.

Falls Sie Fragen bei Problemen mit Ihrem Geruchs- und Geschmackssinn haben, können Sie sich vertrauensvoll an das HNO-Team Dr. med. Woltersdorf wenden.