Corona-Selbsttest: Vorsicht bei Kindern

Mit dem Verkaufsstart von Selbsttests für Zuhause werden viele Küchentische zum Minilabor. 

Gerade für Vorschulkinder ist der Nasenabstrich unangenehm. Selbst erfahrene HNO-Ärzte haben dabei manchmal Probleme. Für Eltern wird das in vielen Fällen zum Kampf. Die Gegenwehr ist einfach zu groß. Das erhöhe auch die mögliche Fehlerquote beim Abstrich und damit auch beim Testergebnis. Wenn das Kind sich sehr wehrt, sollte man von dem Abstrich absehen und sich nicht scheuen, einen HNO-Arzt aufzusuchen. Jeder Bürger hat mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest durch geschultes Personal. Diese Maßnahme ist Teil der nationalen Teststrategie und kann zu unseren Praxisöffnungszeiten ohne Termin in unserer Praxis durchgeführt werden.

Was sollte man beim Umgang mit dem Abstrichröhrchen beachten?

Besondere Vorsicht ist beim Einführen des Tupfers in die Nase geboten. Gerade bei Infekten kommt es bei empfindlicher Schleimhaut schnell zu Nasenbluten. In manchen Fällen ist es ratsam, den Kindern den Tupfer zu überlassen. Kinder machen den Abstrich durchaus auch selber. 

Er sollte ganz langsam und gerade in die Nase in Richtung des Gehörgangbodens eingeführt werden. Keinesfalls den Tupfer am Nasenrücken in Richtung Stirn schieben. Wenn man einen Widerstand spürt oder es schmerzt, sollte man nicht weiter drücken und stattdessen lieber das andere Nasenloch ausprobieren. Viele Menschen haben eine Verbiegung der Nasenscheidewand. Wir raten vom Benutzen von abschwellendem Nasenspray (Wirkstoffe wie Xylometazolin oder Oxymetazolin) vor dem Abstrich ab, weil dies zu falschen Ergebnissen führen kann.

Wie geht man mit dem Testergebnis um?

Auch bei einem unauffälligem Testergebnis gelten die Hygieneregeln, wie Abstand, Händewaschen, Lüften und Maske-Tragen.

Ist der Selbsttest positiv, gilt: Sofort isolieren und Gesundheitsamt oder Hausarzt bzw. Facharzt anrufen. Dann wird ein PCR-Test gemacht, um das Selbsttest-Ergebnis im Labor zu bestätigen.